Gemüsebeet in Planung (1): Warum uns der Winter dabei hilft

Nächstes Jahr möchten wir unser erstes Gemüse ernten. Aber so wie es jetzt aussieht, sind die Bedingungen schlecht, denn unsere Erde ist hart und lehmig. Also bereiten wir uns und den Garten auf Gemüse vor – und der Winter hilft uns dabei. Gesagt – getan:

Gemüsebeet vorbereiten_Erde lockern
(c) Grashüpfer – Erde auflockern

Windabgewandt seitlich vom Haus planen wir nächstes Jahr einen Gemüsegarten anzulegen. Damit unser Gemüse gut wachsen und gedeihen kann, setzen wir bereits jetzt in der kalten Jahreszeit die ersten Schritte. Wir bereiten den Boden vor. Denn die Erde soll locker, durchlässig und gut durchlüftet sein. Unsere Erde ist derzeit noch das genaue Gegenteil.

Umstechen

Allerlei Wild- und Unkräuter haben sich an der Erdoberfläche angesiedelt und die Erde ist stellenweise steinhart – daher heißt es erst einmal umstechen. Wir gehen reihenweise vor, stechen große Schollen aus und legen diese verkehrt herum wieder ab. So geht es am schnellsten und leichtesten. Klar könnt ihr auch mit einer Gartengabel lockern. Die Unkräuter sind bei uns noch nicht groß gewachsen. Wäre eine dicht bewachsene Fläche Gras und Unkraut vorhanden, müsstet ihr sie vorher entfernen – das ist aber bei uns nicht notwendig. Durchs Umstechen bekommen wir eine Einblick in die Bodenbeschaffenheit, wir können die einzelnen Schichten erkennen und so nachfolgende Eingriffe besser vorbereiten.

Gemüsebeet vorbereiten_umstechen
(c) Grashüpfer, Gemüsebeet vorbereiten – Erde umstechen

Falllaub

Als ersten Schritt der Bodenverbesserung haben wir Falllaub vom Herbst untergemengt. Das Laub soll helfen, Nährstoffe an den Boden zurück zu geben und das Bodenleben anzuregen. Die Regenwürmer und anderen Helfer wie Bodenbakterien werden sich weiter damit beschäftigen. Im Frühling folgen die nächsten Schritte zur Bodenverbesserung – da werden wir Sand und organische Hilfsstoffe einarbeiten.

Gemüsebeet vorbereiten_Laub
(c) Grashüpfer, Gemüsebeet vorbereiten – Laub

Frost

Die Schollen lassen wir einfach so bis zum Frühling liegen. Unser winterlicher Helfer – der Frost – wird sich in den kommenden Wochen um sie kümmern. Jedes Mal wenn es friert, auftaut und wieder friert werden die Schollen sukzessive verkleinert. Die Frostsprengung nimmt uns bis zum Frühjahr diese Arbeit ab. Das kann bei uns deshalb so gut funktionieren, weil unsere Erde sehr lehmig ist und daher das Wasser bei Regen und Schnee gut halten kann.

Nach getaner Arbeit können wir das zukünftige Beet einfach ruhen lassen.

Habt ihr euren Boden auch bearbeitet? Wir freuen uns, wenn ihr eure Erfahrungen mit uns teilt.

5 Thoughts

  1. Liebe Katharina, lieber Michael,
    Ihr könnt auch noch Folgendes versuchen: Hebt ihr euren Kompost auf? Anstatt ihn in den Komposter zu werfen, verteilt ihr ihr auf eurem zukünftigen Gemüsebeet und deckt ihn ab mit ein wenig Erde und Laub, bzw. Stroh und Kartons. Dadurch verrottet das Gemüse schneller und eure Erde wird automatisch gelockert!
    Habt ihr schon mal Bokashi probiert? Vielleicht hilft euch dieser Artikel: https://haus-und-beet.de/bokashi-gold-aus-kuechenabfaellen/
    Aber Vorsicht, wenn ihr unerzogene Hunde in der Nachbarschaft habt… Dann lieber nicht nur ein wenig abdecken, sondern lieber in umgedrehten Tontöpfe aufs Beet stellen!
    Viele Grüße,
    Izabella

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