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Amaryllis: Die perfekte Blüte

Allerorts sind sie schon im Handel erhältlich. Die Amaryllis – ein Hingucker in der kahlen Winterzeit. Damit es mit der Blütenpracht klappt, hier ein paar Tipps für die richtige Pflege.

Subtropische Zwiebelpflanze

Die Amaryllis ist eine subtropische Zwiebelpflanze. Sie stammt aus Südamerika und hat sich den dortigen Regen- und Trockenzeiten angepasst. Daher kommt die Besonderheit, dass sie in Trockenzeiten einfach ruht und sobald sie Wasser bekommt und ins Warme wandert, wunderschön aufblüht. Die große Zwiebel dient ihr als Speicherorgan.

Besonders zu Weihnachten sind die imposanten Blüten sehr beliebt. Auch wir erfreuen uns jedes Jahr an ihr. Wollt ihr neue Zwiebeln setzen, macht ihr das am besten schon im November und pflanzt sie ca zur Hälfte in trockene Erde. Die Zwiebel sollte dann kühl, aber frostsicher aufbewahrt werden bis der Blattaustrieb gute 10 cm lang ist. Sobald ihr die Pflanze ins Warme holt und die Erde feucht (nicht nass!) haltet, dauert es nicht lange und ihr könnt ihr regelrecht beim Wachsen zusehen. Bereits eine Raumteperatur von rund 15 Grad ist ausreichend, um die Amaryllis nach ca. sechs bis acht Wochen zum Blühen zu bringen. Wollt ihr die Blühdauer verlängern, haltet sie eher kühl.

Amaryllis_Zwiebel
(c) Grashüpfer – Amarylliszwiebel

Achtung Kippgefahr

Wenn mehrere der bis zu 25cm großen Blüten auf einem Stiel wachsen, kann es passieren, dass die Amaryllis kopflastig wird und zu kippen droht. Dem könnt ihr Abhilfe schaffen indem ihr den Pflanztopf regelmäßig dreht. Die Pflanze wächst dann gerader und neigt sich nicht so stark dem Licht zu. Hilft auch das nicht mehr, stützt die Amaryllis mit einem Staberl zum Aufbinden. Dieses Staberl steckt ihr einfach seitlich an der Zwiebel vorbei in die Erde. Wichtig ist, dass die Zwiebel nicht beschädigt wird.

Was die Amaryllis aus den Subtropen gar nicht mag, ist eisige Zugluft, daher solltet ihr diese beim Lüften vermeiden. Achtung bei Kleinkindern: Die Amaryllis ist giftig.

Nach der Blüte

Geht die Blütenpracht dem Ende zu, entfernt die abgeblühlten Blumen vorsichtig . Die Pflanze Samen produzieren zu lassen ist zwar möglich, aber kontraproduktiv. Denn die Samenreife benötigt viel Kraft, und diese Kraft sollte besser in der Zwiebel bleiben, damit auch die nächste Blüte wieder prächtig ausfällt.

Danach könnt ihr die Pflanze normal weiter gießen und pflegen, bis es im Garten frostfrei wird – dann darf sie auch hinaus. Dort kann sie auch den Sommer über im Garten stehen. Im Herbst beginnt die Ruhephase, die Blütter verdörren und ziehen ein. So holt sich die Pflanze die Kraft aus den Blättern in die Zwiebel zurück. Jetzt kann sie auch dunkel stehen und soll nicht gegossen werden bis der Winter da ist.

Farbenreichtum

Die klassische Farbe ist rot – so kennt sie jeder. Es gibt sie aber auch in Orange, Rosa und Weiß – es ist also für jeden etwas dabei. Viel Freude!

Amaryllis
(c) Grashüpfer – Amaryllis

 

 

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