Die richtige Rasenpflege im Sommer

Besonders im Sommer, wenn es heiß und trocken ist, braucht der Rasen viel Aufmerksamkeit, um saftig grün zu bleiben. Mit ein paar einfachen Tricks ist das leicht zu bewerkstelligen.

(c) Grashüpfer Rasen im Sommer
(c) Grashüpfer, Rasenpflege im Sommer

Wir haben Mitte Juli, die Sonne lacht vom Himmel und die Temperaturen erreichen Werte jenseits der 30°C Marke. Der Rasen ist dem Wetter ungeschützt ausgesetzt. Um seine Vitalität zu stärken und sein Wachstum zu fördern, sind fünf Grundfaktoren maßgebend:

  • Wasser – Der Rasen möchte regelmäßig und viel Wasser.
  • Nährstoffe – Regelmäßige Dünung ist für das saftige Grün wichtig.
  • Schnitt – Je öfter man den Rasen schneidet, desto dichter wird er.
  • Licht und Luft – sind lebensnotwendig
  • Bodenbeschaffenheit – Der Rasen wächst am liebsten in einem lockeren, gut durchlüfteten Boden.

Soviel zum Grundsätzlichen. Was aber ist speziell im Sommer besonders wichtig?

  • Wie gieße ich den Rasen im Sommer richtig?

Egal ob Spielrasen, Zierrasen oder Landschaftsrasen – allen gebräuchlichen Rasenmischungen ist gleich, dass sie ausreichend Bodenfeuchte benötigen, um sich in sattem Grün zu präsentieren. Beim klassischen Rasen auf gewachsenem Boden, also im Garten, solltet ihr seltener und tiefdringender wässern als z.B. auf Dachgärten. Das heißt konkrekt: Zwei bis drei lange Bewässerungszyklen pro Woche von je einer Stunde, damit das Wasser tief in den Boden eindringen kann. Wenn das Wasser in tiefere Bodenschichten gelangt, werden die Gräser angeregt ebenfalls tiefer zu wurzeln. Das wiederum erhöht die Stressresistenz. Zusätzlich bringt das lange Wässern den Vorteil, dass das Wasser weiter unten im Boden den Pflanzen gleichmäßiger zur Verfügung steht und nicht so schnell verdunstet wie in den obersten Zentimetern. Andersherum: Wassermangel stresst die Pflanzen und macht sie anfälliger für Krankheiten.

  • Wann gieße ich?

Der Frage welche Tageszeit zum Gießen am besten ist, wird häufig zu viel Aufmerksamkeit geschenkt. Grundsätzlich ist der frühe Morgen die beste Zeit, weil die Sonnenstrahlen noch schwach sind und die Pflanzen nicht durch den Lupeneffekt  geschädigt werden. Aber das Wichtigste ist: Gießt einfach nach Hausverstand – wenn ihr seht, dass der Rasen trocken ist, wird gegossen – fertig. Bei Wassermangel verlieren die Gräser ihr sattes Grün und erscheinen fahl, bei anhaltendem Wassermangel werden sie dann braungrün.

  • Worauf muss ich bei der sommerlichen Rasendüngung aufpassen?

Rasen wird aus unterschiedlichen Gräsern gebildet, und die mögen eine üppige Nährstoffversorgung. Das heißt, auch die richtige Düngung trägt zum Erscheinungsbild des Rasens bei. Volldünger sind mit allen Nährstoffen und Spurenelementen versehen. Besonders wichtig: Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Je höher die Stickstoffgaben sind, umso rascher wächst der Rasen. Ihr könnt bis Mitte Juli auch mit stickstoffbetonten Düngern arbeiten. In den Monaten danach solltet ihr jedoch darauf verzichten, damit sich die Pflanzen beruhigen und ihr Wachstum abschließen können und nicht unvorbereitet in den ersten Frost kommen.
Tipp: Ab August könnt ihr zu Herbstdünger greifen, sie helfen die Pflanzen für die bevorstehende kühlere Jahreszeit zu stärken.

  • Der Rasenschnitt im Sommer

Nur der regelmäßige Schnitt lässt eine gleichmäßige Grasnarbe entstehen – also einen zusammenhängenden Bewuchs des Bodens. Durch das häufige Schneiden verzweigen sich die Gräser knapp über dem Boden und die Grasnarbe wird schön dicht. 3 bis 5 cm sind die ideale Graslänge für einen schönen Rasen.
Tipp: Schneidet den Rasen nie in der Mittagshitze bei voller Sonneneinstrahlung, hier ist der Stress für die Pflanzen am größten; neben der Optik soll der Rasenschnitt ja in erster Linie eine Pflegemaßnahme sein.
Tipp: Sehr empfehlenswert ist es den Rasen in den Sommermonaten um ein bis zwei Zentimeter höher zu mähen, um ein Herunterbrennen zu vermeiden und dem Rasen die Chance zu geben, den Boden und damit auch seine Wurzeln besser zu beschatten und zu kühlen.
Tipp: Von Zeit zu Zeit solltet ihr die Mähermesser schärfen, um saubere Schnitte zu erzielen. Bei stumpfen Messern fransen die Schnitte aus und erscheinen weißlich.

  • Wie viel Licht braucht ein Rasen – oder – wie viel Schatten verträgt der Rasen?

Ein gesunder Rasen kann sich nur an Standorten entwickeln, an denen auch die Lichtverhältnisse passen. Ein Rasen ist kein Teppich, den man auch in fensterlosen Zimmern ausrollen kann. Rasen braucht ausreichend Licht, um sich dauerhaft etablieren zu können. Unter schattenspendenden Altbäumen, Sträuchern sowie schlanken und tiefen Innenhöfen ist ein gleichmäßiger und schöner Rasen kaum möglich. Auch ein Rasen an der Nordseite sieht anders aus als ein ausreichend sonnenexponierter.
Tipp: Als Alternative zum Rasen könnt ihr schattenverträgliche Pflanzen setzen.

Im Handel gibt es Saatgutmischungen oder Fertigrasenprodukte mit dem Hinweis „Schattenrasen“. Diese Mischungen enthalten zwar Gräsersorten, die schattentoleranter sind, tatsächlich wird es im Schatten aber keinen richtigen Rasen geben, denn den gibt es in der Natur auch nicht.

  • Bodenbeschaffenheit

Damit der Boden gelockert und gut durchlüftet ist, könnt ihr aerifizieren – hier werden 5 bis 9 cm tiefe Löcher in die Rasenfläche gestochen, um die Bodenverdichtung aufzuheben und einen Gasaustausch herbeizuführen. Dafür gibt es verschiedene Geräte im Spezialhandel. Zusätzlich könnt ihr Sandgaben auf den Rasen geben, das bewirkt eine bessere Durchlüftung der oberen Bodenschichten und bringt das Wasser rascher in tiefere Bodenschichten.

Wie geht es eurem Rasen? Habt ihr damit viel zu tun? Wir freuen uns über eure Erfahrungen!

 

 

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